Bands im Begegnungsland: Ein Quantum Horst

Heimspiel beim Singoldsand-Festival

„Hipper als der hipste Hipster, funkelnder als Lipglossglitzer“ besingen sich fünf Jungs selbstironisch. Ein Quantum Horst heißt die Schwabmünchner Band, die es nun seit mehr als einem Jahr im Begegnungsland gibt. Zeit, die Band ein bisschen näher unter die Lupe zu nehmen. Kurz reihum vorgestellt gehören zur Band: Daniele an der Cajón, Dölle an Bass und Gitarre, Felix an Klavier, Bass und Gitarre, Schieggy an der Trompete und Schorre an Mikrofon und Posaune.

Diesen Sommer waren die Jungs von Ein Quantum Horst bei vielen Konzerten in unserer Region zu hören. Was sie auf der Bühne abliefern, geht leicht ins Ohr und macht Laune zum Tanzen. Zuletzt spielte die Band auf dem Singoldsand-Festival in Schwabmünchen. Daheim zu spielen war das Highlight für die Jungs: „Das war schon wirklich der coolste Gig in diesem Sommer “, meint Gitarrist Dölle begeistert. Die eingeschworene Fangemeinde kann die Texte inzwischen mitsingen und die Zahl der Fans wächst stetig. Ja, die Horstis, wie sie auch genannt werden, beginnen über die Grenzen der Region hinaus bekannt zu werden.

Gefunden haben sich die fünf schon zu Schulzeiten in der Big Band des Schwabmünchner Leonhard-Wagner-Gymnasiums, damals noch mit Drummer Bene, der aber aktuell in der Weltgeschichte unterwegs ist. Den Bandnamen Ein Quantum Horst gaben sie sich erst später, allerdings hat der nichts mit James Bond zu tun. Mit der jetzigen akustischen Besetzung ist die Band musikalisch anspruchsvoll – die präzisen Einsätze der Trompete und Posaune bringen das i-Tüpfelchen. Ihr musikalisches Talent stellen einige der Jungs auch außerhalb der Band unter Beweis. In der Region spielt Daniele im LechWertach-Orchester und Schieggy im Obermeitinger Musikverein.

Zum wachsenden Erfolg trägt auch die Anfang 2017 erschienene erste EP der Jungs namens Lackschuh bei. Der Lackschuh ist als Metapher für das Schöne, das Besondere, das Menschen individuell mit sich oder an sich tragen, zu sehen. Die EP punktet mit Vielseitigkeit und will Abstand von jeder Lederhosenassoziation nehmen, die vielleicht einigen bei den Bläsern in den Sinn kommen könnten. Denn genremäßig wollen sich die Jungs in keine Schublade stecken lassen. Im Song Individuum schaffen es Ein Quantum Horst mit Zeilen wie „Ich bin so froh, denn ich muss niemals denken, weil kluge Menschen heut` mein Leben für mich lenken“ Gesellschaftskritik selbstironisch und lyrisch anmutend auf die Bühne zu bringen. Die Texte schreibt Sänger Schorre, der sie zunächst in Gedichtform verfasst. Insgesamt ist das Songschreiben bei Ein Quantum Horst ein kreatives Miteinander. Und nicht nur musikalisch sind die Jungs auf einer Wellenlänge: „Das Außermusikalische ist uns auch wichtig. Wir teilen nicht nur die Musik sondern auch andere Hobbys“, erklärt Drummer Daniele.

Nachgefragt, was in naher Zukunft von der Band zu erwarten ist, kündigt Gitarrist Dölle gut gelaunt an: „Wir freuen uns jetzt nach dem Sommer alle darauf, was Neues zu schreiben – wir sind reif dafür!“ In diesem Sinne sind wir sehr gespannt und voller Vorfreude, was wir von den Horstis noch hören werden!

Wer nun neugierig geworden ist, kann die Band auf Ihrer Facebook-Seite finden: https://www.facebook.com/quantumhorst/ oder in die EP bei allen gängigen Streamingdiensten reinhören.

Text: Sandra Schmid